Sie befinden sich hier: Biologie

Biologie

Viele Menschen empfinden beim Anblick eines Elefanten das Gefühl, einer sehr altertümlichen Tiergruppe gegenüberzustehen. Und in der Tat sind die heutigen Elefanten die letzten lebenden Vertreter der Ordnung Rüsseltiere (Proboscidea), einer einst großen und formenreichen Säugetierordnung. Die Evolution der Ordnung begann vor etwa 50 Millionen Jahren und brachte im Laufe der Zeit etwa 600 Arten hervor. Darunter waren äußerst verschiedene Tiere, von denen manche auch gar keinen Rüssel besassen oder nur eine Schulterhöhe von etwa 60 Zentimetern erreichten.
Ihre Blüte erreichten die Rüsseltiere mit der Familie der Elephantidae (Elefanten), zu der als vielleicht bekannteste prähistorische Art auch das Mammut gehört. Heute leben noch zwei Gattungen von Elefanten: Afrikanische (Loxodonta) und Asiatische (Elephas), die sich bereits relativ früh auseinander entwickelten. So ist der Asiatische Elefant näher mit dem in der Eiszeit ausgestorbenen Mammut verwandt, als mit den heute lebenden afrikanischen Elefanten.
 

Eine Herde wilder afrikanischer ElefantenEine Herde freilebender afrikanischer Steppenelefanten
Foto: P. Wich


Während früher zwei rezente Elefantenarten unterschieden wurden, geht man heute von drei (eventuell sogar vier) Arten aus. Die in der Vergangenheit angenommenen zwei Unterarten des afrikanischen Elefanten (Loxodonta africana), der Steppenelefant (L. a. africana) und der Waldelefant (L. a. cyclotis) sind nach neuesten genetischen Untersuchungen als zwei getrennte Arten aufzufassen. Immer noch äußerst umstritten ist hingegen die Existenz des Zwergelefanten (L. pumilio). Zweifellos gibt es auffällig kleine Tiere in den westafrikanischen Regenwäldern, viele Zoologen sehen diese jedoch nur als vereinzelt vorkommende zwergwüchsige Waldelefanten an.
Einfacher ist die Situation beim asiatischen Elefanten. Hier gibt es nur eine Art (Elephas maximus) mit mehreren Unterarten, darunter Ceylon Elefant (E. m. maximus), Indischer Elefant (E. m. indicus), Sumatra Elefant (E. m. sumatranus).

 

Diese Seite wurde zuletzt geändert am: 16.05.2009 von Administrator